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A1–A2 · Fälle

Akkusativ und Dativ: Unterschiede, Beispiele und Übungen

Unterscheide Akkusativ und Dativ bei Artikeln, Verben und Präpositionen. Übe Ort und Ziel mit Übungen und verständlichen Erklärungen.

Dilelang · Aktualisiert am

Was ist der Unterschied zwischen Akkusativ und Dativ?

Akkusativ und Dativ sind zwei deutsche Fälle (Kasus). Sie zeigen, wie ein Wort mit dem Verb oder mit einer Präposition zusammenhängt. Es sind keine neuen Genera: Das Nomen behält sein Genus, während sich die Artikel, einige Pronomen und andere Endungen ändern.

Bei vielen Verben markiert der Akkusativ das direkte Objekt: Ich kaufe einen Apfel. In einem Satz mit geben zeigt der Dativ meistens, wer etwas bekommt: Ich gebe dem Kind einen Apfel.

Diese Ideen helfen beim Einstieg, aber den Fall lernst du am besten zusammen mit dem Verb. Helfen verlangt den Dativ: Ich helfe dem Mann. Eine Übersetzung aus einer anderen Sprache reicht nicht.

Tabelle der bestimmten Artikel

FallMaskulinFemininNeutralPlural
Nominativderdiedasdie
Akkusativdendiedasdie
Dativdemderdemden

Im Akkusativ ist die auffälligste Änderung in dieser Tabelle der → den. Im Dativ ändern sich alle Spalten. Im Dativ Plural bekommt das Nomen meistens ein -n, wenn sein Plural nicht schon auf -n oder -s endet: mit den Kindern, aber mit den Autos.

Wenn du erst das Genus wiederholen musst, bevor du den Fall wählst, lies der, die, das.

Verben und Präpositionen mit festem Fall

Lerne kleine Einheiten mit einem Beispiel:

  • sehen + Akkusativ: Ich sehe den Zug.
  • helfen + Dativ: Ich helfe der Frau.
  • für + Akkusativ: Das ist für den Lehrer.
  • mit + Dativ: Ich fahre mit dem Bus.

Weitere häufige Präpositionen sind ohne mit Akkusativ und aus, bei, nach, von und zu mit Dativ. Sie wechseln den Fall nicht, nur weil es eine Bewegung gibt.

Ort und Ziel mit Wechselpräpositionen

Die neun Wechselpräpositionen sind an, auf, hinter, in, neben, über, unter, vor und zwischen. Wenn sie räumlich gebraucht werden, zeigt der Dativ, wo etwas ist oder passiert; der Akkusativ zeigt, wohin sich etwas bewegt oder wohin man etwas stellt, legt oder hängt.

  • Das Kind spielt im Garten. Ort, Dativ. Im steht für in dem.
  • Das Kind geht in den Garten. Ziel, Akkusativ.
  • Das Kind läuft im Garten. Das Kind läuft innerhalb des Gartens herum: Es gibt Bewegung, aber der Satz beschreibt weiterhin den Ort; es bleibt beim Dativ.

Die Regel lautet nicht „Bewegung = Akkusativ“. Unterscheide Ort und Ziel, und nutze diese Unterscheidung nur, wo die Präposition beide Fälle erlaubt.

Vergleiche auch Das Buch liegt auf dem Tisch. mit Ich lege das Buch auf den Tisch.

So entscheidest du, ohne zu raten

  1. Prüfe, ob eine Präposition den Fall bestimmt.
  2. Wenn es eine räumliche Wechselpräposition ist, unterscheide Ort und Ziel.
  3. Wenn es keine Präposition gibt, prüfe, welchen Fall das Verb verlangt.
  4. Bestimme Genus und Numerus und wähle die Form des Artikels.

Zeitangaben und Verben mit festen Präpositionen musst du mit ihren eigenen Regeln lernen; die Frage „Wo?“ erklärt nicht jeden Dativ.

Übungen zu Akkusativ und Dativ

Ergänze den bestimmten Artikel:

  1. Ich sehe ___ Hund.
  2. Ich helfe ___ Frau.
  3. Wir fahren mit ___ Bus.
  4. Das Buch liegt auf ___ Tisch.
  5. Ich lege das Buch auf ___ Tisch.
  6. Die Kinder laufen in ___ Park. Gemeint ist: Sie laufen innerhalb des Parks herum.
Lösungen und Erklärungen anzeigen
  1. den Hund: sehen hat ein Objekt im Akkusativ; Hund ist maskulin.
  2. der Frau: helfen verlangt den Dativ; Frau ist feminin.
  3. dem Bus: mit verlangt den Dativ, auch wenn der Satz eine Fahrt beschreibt.
  4. dem Tisch: Der Satz beschreibt, wo das Buch liegt.
  5. den Tisch: Der Satz beschreibt, wohin du das Buch legst.
  6. dem Park: Im Park herumlaufen beschreibt einen Ort, nicht das Hineingehen.

Wenn du ein Adjektiv ergänzt, brauchst du auch seine Endung. Lies weiter: Adjektivdeklination.

Zum Weiterlesen

Die Erklärungen und Übungen dieses Ratgebers stammen von Dilelang. Diese Grammatikquellen helfen beim Vertiefen:

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